Neuer Gips: (04) Es leuchtet ein, dass die Rauchgasentschwefelung dem Umweltschutz dient. Aber: Gilt das auch für den verstärkten Einsatz des REA-Gipses?
Ja, gerade umweltbewusste Bauherren und Hausbesitzer dürften sich zunehmend für aus diesem Gips gefertigte Produkte entscheiden. Denn: Das
- schont die traditionellen Gipsvorkommen und damit letztlich die Natur,
- verringert die Zahl ebenso riesiger wie problematischer Gipsdeponien spürbar,
- lässt gewachsene landschaftliche Strukturen unverändert.
Neuer Gips: (05) Ist REA-Gips denn wirklich sauber; enthält er also keine Schadstoffe?
Bei der REA-Gipsherstellung bieten die genannten Etappen - Elektrofilter, Vorwäscher, Kalkwaschverfahren - dafür die beste Gewähr. Stickoxide gelangen nicht in den Gips und verlassen das Kraftwerk mit den entschwefelten Rauchgasen oder werden separat entfernt. Was das Schwefeloxid angeht, so wird es durch den verwendeten Kalk neutralisiert und zu 100% in Gips umgewandelt. Auch im Hinblick auf die Sauberkeit stimmt daher die Aussage: Gips bleibt Gips.
Neuer Gips: (06) Wie sieht es jetzt und in Zukunft mit der Gipsqualität aus?
Dazu ist generell zu sagen, dass der „alte” und der „neue” Gips die gleichen mineralogischen Strukturen haben. Schon von daher sind also auch künftig keine Qualitätseinbußen zu erwarten. Weder beim Rohstoff noch bei en Endprodukten wie Bauplatten oder Putzen. Natürlich kommt es darauf an, dass hohe Qualitätsniveau auf Dauer zu halten.
Neuer Gips: (07) Wurde nachgewiesen, dass der REA-Gips den traditionellen Gips ersetzen kann?
Ja, in den letzen Jahren führte u. a. eine Reihe neutraler Institute umfassende baubiologische, gesundheitliche und bauphysikalische Qualitätstests durch. Sie kamen bei dem in Steinkohlekraftwerken gewonnenem Rohstoff immer zum gleichen Resultat: Er ist dem „Naturgips“ absolut ebenbürtig - und das auf Dauer.
Neuer Gips: (08) Gibt es weiter regelmäßige Kontrollen?
Diese Frage lässt sich ebenfalls positiv beantworten. Sowohl die Gips-Lieferanten als auch die verarbeitende Industrie wie Rigips nehmen laufend strenge Qualitätskontrollen vor. Das geschieht in kurzen Zeitabständen. Damit ist stets gewährleistet, dass nur einwandfreies, hochwertiges Material zum Einsatz kommt.
Neuer Gips: (09) Wirken sich die Bauprodukte mit dem REA-Gips negativ auf die menschliche Gesundheit aus?
Gerade in einer Zeit, in der sehr viel über „gesundes Bauen und Wohnen" diskutiert wird, hat diese Frage natürlich ein besonderes Gewicht. Bezogen auf die „neue“ Gipsgeneration lässt sie sich guten Gewissens mit einem klaren „Nein“ beantworten.
Das trifft auf alle Bereiche zu, in denen Baustoffe die Gesundheit des Menschen beeinflussen können. Im Einzelnen sind das: die Produktion, die Verarbeitung an der Baustelle, das Verhalten im eingebauten Zustand. Auch die eventuelle spätere Deponierung als Bauschutt kann bedenkenlos erfolgen.
Neuer Gips: (10) Liegen wissenschaftliche Studien über REA-Gips vor?
Umfangreiche Studien liegen vor. Um nur einige unabhängige Stellen zu nennen, die den REA-Gips kritisch mit dem Gips aus Steinbrüchen verglichen: das Münchener Institut für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes, das Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes, die RWTH Aachen, das Institut für Baubiologie in Rosenheim sowie die Medizinische Universität in Lübeck.
Nach meist langfristiger, separater Prüfung aller einschlägigen Punkte erklärten sie übereinstimmend: Der „neue“ Gips ist gesundheitlich, hygienisch und arbeitsmedizinisch unbedenklich.
Neuer Gips: (11) Ist der Gips radioaktiv?
Hier muss man zunächst darauf verweisen, dass praktisch jeder Stoff natürliche radioaktive Elemente enthält. Das galt bisher in äußerst geringem Maße auch für „Naturgips“; das gilt - durch die Kalkverwendung - künftig genauso für den REA-Gips. Wissenschaftliche Institute ermittelten aber, dass die in Kohlekraftwerken entnommenen Proben weniger radioaktiv sind als die „normale Erdkruste“.